Nach mehreren Monaten Vorbereitung mit Haushalt aussortieren, Flohmärkte, Babybasare, hunderte Kleinanzeigen-Inserate, Jobs gekündigt, Schule & Kindergarten abgemeldet, Austragung beim Einwohnermeldeamt (als neuer Aufenthaltsort wurde Thailand hinterlegt), Auto verkauft, Verträge gekündigt, Auslandsversicherungen abgeschlossen, Finanzen auf Auslandsfähigkeit umgestellt, Steuerangelegenheiten geklärt, zwei gefüllte Lagerabteile welche Goldstatus bei Tetris erhalten würden, kam es dann zum Auszugswochenende (27. – 29. Juni) und zusätzlichem Kindergeburtstag im Tierpark bei 39° Außentemperatur. Mit tatkräftiger Unterstützung von Familie und einem Rucksackarsenal welches uns noch schnaufen lassen würde, ging es für ein paar Tage an die Ostsee zum letzten Familienbesuch vor der Abreise.

Am Morgen des 06. Julis ging um 8:30 das Taxi zum Flensburger Hauptbahnhof und die eigentliche Reise begann.

Vierertisch ergattert und Sachen verstaut. Nah am Boardrestaurant stand natürlich außer Frage, dass ein Kaffee organisiert werden musste. „Können wir einen Kakao haben“, entwickelte sich 10 Minuten später zu einem „Upps“ und ein ganzer Becher Schokomilch kippte auf den Tisch, tränkte den Boden und ließ mich zur Zugtoilette sprinten um Papiertücher zum aufwischen zu besorgen. Ich bin übrigens der Herr dieser Truppe. Tisch gewischt, Juniors Kleidung gewechselt, Boden mit Tüchern aufgesaugt und alles entsorgt. Kann ja nur besser werden. DB ließ nicht lange auf sich warten und wir blieben stehen. „Kleine technische Störung, es geht gleich weiter“. Zwei Stunden später hatten wir unseren Anschluss in Hamburg, um nach Frankfurt zu fahren, verpasst und stiegen in eine alternative ICE  um welche zu unserem Erstaunen viele freie Plätze hatte und wir wieder einen Vierertisch bekamen. Mit knapp zwei Stunden Verspätung kamen wir dann um 19:15 in Frankfurt am Flughafen an. Zehn Stunden mit der Bahn, 2 Stunden verspätet für 320€ (50% Rückerstattung als Geschäftsmodell um nicht profitabel zu werden), das macht der DB keiner so schnell nach. Terminal 2 war geschlossen und alles lief über den neuen Terminal 3, also Schwebebahn zum Nebengebäude, ab zur Gepäckaufgabe, Check in und durch den Zoll.

Das Versprechen, dass die Kinder endlich mal wieder bei McDonalds essen dürfen wenn wir am Flughafen sind musste eingehalten werden. Leider gab es keine McD Filiale sondern nur einen Burger King und es war mit Abstand die am schlechtesten bewertete Ausführung in Deutschland mit 1,5 Sternen bei über 100 Bewertungen. Wir fanden auch schnell heraus warum. Cheeseburger ohne Käse bekommen, Fanta ohne Kohlensäure sowie Ketchup und Mayo für die Pommes vergessen einzupacken. Ein riesen Müllberg von Verpackungsmaterial (Becher, Servietten, Burgerverpackungen..) lag auf einem Tisch und das Personal war von gechillter und desinteressierter Kulturmix-Abteilung. Meinem naturell entsprechend musste ich natürlich was sagen und konnte den dafür unverschämt aufgerufenen Preis nicht einfach auf mir sitzen lassen. Also vor zur Essensausgabe und den Anführer der Gang verlangt. Mit 15 Minuten bis zum Boarding wurde es langsam knapp also musste ich davon ablassen in ein tieferes Gespräch über eine gewisse Erwartung in Bezug auf Service,  Sauberkeit und Wertschätzung dem Gast gegenüber einzusteigen. Der Kontakt vom Filialleiter konnte mir nicht gegeben werden und somit teilte ich nochmals meine enorme Enttäuschung über solch ein Elend von Fast Food Erlebnis mit und wir eilten zum Gate. Boarding begann und die Aufregung kam ganz überraschend wie Weihnachten am 24. und schlug sofort auf den Magen und während alle an Board gingen musste eines der Kinder auf Toilette. Zurück blieb Papa mit Gepäck und wir stiegen als letzter ins Flugzeug ein. Zum Glück gab es Bildschirme mit passendem Multimediaangebot. Sechseinhalb Stunden nach Abu Dhabi ohne das die Kinder berieselt werden, hätte diesem Start den Rest gegeben. Dort angekommen haben wir 2 Stunden Transitzeit verbracht und dann in den nächsten Flieger um weitere sechseinhalb Stunden nach Phuket zu fliegen. Hier ging alles relativ reibungslos. Digital Arrival Card war ausgefüllt und wir konnten ziemlich schnell durch Zoll und ab zum Gepäckband. Raus aus dem Gebäude mit Justis Gequengel „Ich kann nicht laufen“ und uns erwischt der typische Saunagruß bei 32° und hoher Luftfeuchtigkeit.

Bolt bestellt (wie Uber) und gewartet das wir eingesammelt werden. Hmmm, Bolt darf für die Abholung nicht direkt an den Flughafenterminal ranfahren sondern 500 Meter um die Ecke was uns dann per Nachricht über die App mitgeteilt wurde. Jetzt findet mal den genauen Standort draußen ohne Internet…. Der erste ist dann wieder gefahren als wir nicht innerhalb von 5 Minuten bei ihm waren. Mit Sack und Pack dann den nächsten bestellt und Richtung Treffpunkt losmarschiert. Endlich, wir fanden Ihn stiegen ein und fuhren ohne weitere Vorkommnisse direkt zum Sunwing Hotel am Kamala Beach.

 

Geschafft, wir waren wieder da (im Oktober 2025 hatten wir dort schon einen zweiwöchigen Urlaub verbracht). Drei Tage zum ankommen in Südostasien, in gewohnter Umgebung für die Kinder und uns selbst auch.

Von hier aus geht es zu unserer ersten richtigen Destination. Geplante 2 Monate Indonesien, genauer gesagt nach Bali für die ersten beiden Wochen und dann…..

To be continued

2 Kommentare

  1. Hallosche
    Na das war ein anstrengender und abenteuerlicher Start ins neue Leben
    Jetzt fehlen noch tolle Fotos von jedem Aufenthalt 😃

  2. Es ist so schön von euch zu hören!
    Auch, wenn wohl der Wechsel der Location bisher nicht immer so reibungslos verlaufen ist. Da ist definitiv Luft nach oben 😉 Ich hoffe, dass ihr eine angenehme Akklimatisierung in Thailand hattet und jetzt zu vielen tollen Abenteuer auf Bali aufbrecht. Ich freue mich drauf von euch zu lesen 💚

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