
14. Juli war dann Tourtag für uns und es ging mit unserem Fahrer Mate zum Bali Bird Park wo wir eine Flugshow genießen durften. Danach stand der Bali Butterfly Park an welcher zwar vom Konzept her interessant war aber doch etwas schlicht und nicht unbedingt mit dem großen WOW Effekt punkten konnte. Von dort zu einem Wasserfall mit Badestop und anschließend zu einer Lumak Coffee Farm (Lumak ist ein spezieller Kaffee bei welchem die Kaffeefrucht zuvor von einer Lumak Katze gefressen, das Fruchtfleisch im Bauch verdaut wird und eine Art Fermentation stattfindet, dann Toilettengang und raus kommt die Kaffeebohne alla Kacka. Der Kaffee selbst kommt von einer Vulkanregion etwas weiter nördlich und vor Ort gab es gar keine Farm wie wir es eigentlich erwartet hatten. Die Führung fühlte sich ehrlich gesagt ein wenig wie eine thailändische Verkaufsfahrt zum Schmuckladen an da man nur kurz durchs hergerichtete Gestrüpp von einer wenig motivierten Mitarbeiterin geführt wurde.
Es ging durch einen kleinen Show-Garten mit ein paar Vanillepflanzen, 3-4 Kakaobäumen, 2 Zimtbäumen und ein paar Wurzelgewächsen wie Ginseng und Kurkuma und einem 2×2 Meter Ananas Feld. Dann zum Verkostungsbereich mit vielen Tischen wo jedes Grüppchen ein Tablett mit kleinen verschiedenen Heißgetränken serviert bekam. Typisch Deutsch fragte ichvor dem antasten auch nur eines dieser Getränke nach dem Preis. War alles kostenlos allerdings war auch kein Lumak Kaffee dabei, dieser musste separat für knapp 3€ je Tasse bestellt werden „Ok, dann nehmen wir eine Tasse von der milden Variante“. Patrick gibt nur Geld aus wenn man es auch wertschätzt und es machte nicht den Anschein. Wir probierten die verschiedenen Getränke welche aufgetischt wurden, von Ginsengtee zu Reistee zu Vanillekaffee und Ingwertee welcher einem die Luft entzog. Rüber zu Rosentee und Kakao wie auch Kokoskaffe oder Zitronengrastee oder Mangustintee. Alles süß wie Zuckerwatte aber zum Teil auch angenehm wie der Moccalatte oder Schokotrunk. Zum bezahlen sollte man dann einmal durch den Shop mit großen Verkaufsregalen und Begleitperson (Vertriebspersonal aber man kannte ja Patrick noch nicht). „Here you can choose what you want to buy“ war der erste Spruch beim eintreten in den Verkaufsraum und auf das „we dont need anything“ wurde kurz gezuckt und mir beim Gang zur Kasse um den Kaffee zu bezahlen traurig hinterhergeschaut. Wer uns als Gast nicht von Anfang an schätzt bekommt auch unser Geld nicht einfach so. Bezahlt bei einer freundlichen Dame ging es dann durch den ganzen Laden zurück zur Eingangstür und Justus meinte wohl er müsse noch einen kleine Stuntsprung die Treppe runter machen. Beim Absprung ist er dann auf den spiegelglatten Fließen direkt weggerutscht, mit den Knien auf den Schotter und eine darauffolgende Gebetsverbeugung damit der Kopf auch noch den Boden begrüßen durfte. Ergebnis dieser Showeinlage war ein Aufschrei durch den Fußpfad welcher jeden Gast zum Verkaufsabteil führte und geschrammtes Knie sowie ein Steinabdruck als Zeichen der Bewunderung und Verehrung dieses Ortes an seinem Kopf. War aber nach 5 Minuten zum Glück wieder unter Kontrolle, konnten zurück zum Auto und traten die Rückfahrt zur Villa Schmalschläger durch das typisch balinesische Verkehrschaos mit engen Straßen, tausenden von Rollerfahrern und unbekümmerten Straßenhunden an.
So endete dann unsere erste große Tour auf Bali und Abends gab es wieder Essen vom Warung welches für 4.50€ die Familie gesättigt zu Bette gehen ließ.
Erfahrt im nächsten Beitrag wie unsere zweite Tagestour mit Besuchen im Monkey Forrest, auf den Reisfeldern, des Tenganan Village aus dem 14. Jahrhundert und weitere Locations verlaufen ist und ob unsere Visaverlängerung auf 2 Monate im Einwanderungsbüro zwei Autostunden entfernt reibungslos über die Bühne ging.
All dies und wie so üblich vieles ungeplantes mehr